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Wie ich mich selbst zu lieben begann – Meine Reise #1

Als ich Jenny kennen gelernt habe, war sie eine in sich gefangene Frau. Unfassbar streng zu sich selbst. Unfassbar im Durchhaltemodus. Unfassbar ängstlich. Dazu essgestört und mit einer Zwangsstörung bestraft.

Doch neben all ihren Baustellen, bemerkte ich auch ihren starken Willen und ihre Kämpfernatur. Das war keine gebrochene Frau. Das war eine Frau, die sich verbissen und verlernt hatte, wie man wieder loslässt. Es war eine Frau, die nicht gelernt hat an sich selbst zu glauben, sich selbst zu vertrauen und die einen ganz verschwommenen Blick auf sich selbst hatte.

Jenny kenne ich nun schon eine Weile und wenn du sie heute kennen lernen würdest, dann würdest du einer anderen Frau begegnen. Der Kampfgeist und der starke Wille sind immer noch da. Aber daneben sind Lebensfreude, Humor, Kindlichkeit, Güte, Toleranz und Liebe (für sich selbst) in ihrem Leben gewachsen.

Jenny ist eine der Frauen, mit denen ich zusammen gearbeitet habe – so viel will ich zugeben. Aber Jenny ist nun auch eine Freundin und mein Herzmensch. Ich liebe diese Frau und mir geht das Herz auf, wenn ich mir bewusst mache, welchen Weg Jenny in ein gesundes, zufriedenes und selbstbestimmtes Leben geht! Es ist eine der krassesten Transformationen, die ich bis heute erleben darf!

Ich lade dich ein ihre Reise zu sich selbst mitzuerleben und dich von ihr ermutigen und inspirieren zu lassen deine eigene Entdeckungsreise anzutreten oder fortzusetzen.

Wie ich mich selbst zu lieben Begann – Meine Reise durch tiefe Täler und über hohe Berge #1

In meinem letzten Beitrag habe ich mir die Frage gestellt: „Werde ich jemals gut genug sein?“. Ich gewährte euch einen kleinen Einblick in mein Leben, meine Gefühlswelt und meine Vorhaben.

Nun, ich habe immer noch nicht ganz die Antwort auf meine im ersten Artikel gestellte Frage gefunden. Aber ich merke, dass ich mich ihr immer weiter annähere, je mehr es mir gelingt, mich selbst zu lieben, wertzuschätzen und anzuerkennen so wie ich bin. Ich bin die Reise angetreten und schon jetzt hat sie sich gelohnt.

Meine Reise ist zwar noch lange nicht beendet, aber gerne möchte ich euch davon erzählen. Von den tiefen Tälern und den hohen Bergen, denen ich auf meinem Weg immer wieder begegnet bin. Von den Sackgassen und Tunneln, durch die ich gegangen bin. Und von all den Schatten, denen ich ins Gesicht sehen musste, aber auch von dem Licht, der Freude und dem Glück, was sich zeigte und was ich immer mehr erleben durfte und darf. Aber nicht nur das.

Wie ich mich selbst zu lieben begann - Jennys Geschichte

Ich möchte allen Menschen da draußen Mut machen. Denen, die es vielleicht noch nicht gewagt haben sich auf den Weg zu machen UND denen, die sich ebenfalls schon auf der Reise zu sich selbst befinden. Ich möchte euch ermutigen auf jeden Fall weiter zu machen, nicht aufzugeben, euch nicht vom Weg abbringen zu lassen.

Geht voran und habt euer Ziel stets im Blick. Aufgeben ist keine Option. Dafür ist das, was uns am Ende erwartet zu wertvoll.

Und schon jetzt kann ich das kleine Licht am Ende des Tunnels erhaschen. 🙂

So darüber nachzudenken, welche Schritte ich bis hierhin eigentlich gegangen bin, ist gar nicht so leicht. 😉 So vieles ist passiert. Was ich jedoch weiß ist, dass es alles andere als leicht war. Das könnt ihr euch sicher vorstellen. Es hat enorm viel Kraft gefordert und tut es immer noch, viele Tränen, viel Durchhaltevermögen und eine Menge ausdauerndes Lesen. Ja ihr lest richtig. Lesen!!! Warum, weshalb, wieso… Dazu komme ich gleich.

Der Beginn meiner Reise

In “Werde ich jemals gut genug sein?” schrieb ich von einem mächtigen Arschtritt, der mir von einer lieben Freundin verpasst wurde. Erinnert ihr euch? Das sollte nicht das letzte Mal gewesen sein, dass sie das gemacht hat! 😀

Schon davor war mir ja eigentlich bewusst, dass dieser jämmerliche, erbärmliche und selbsthassende Zustand meiner Selbst nicht mehr so bleiben kann. Und mir war auch bewusst, dass so wie ich es bisher probiert habe nicht funktionierte. Also musste etwas anderes her. Etwas, was mich auf Dauer und für immer aus diesen Teufelskreisen holt und mich auch nicht wieder dahin zurück fallen lässt. Ich brauchte etwas, womit ich endlich meine Ängste überwinden kann und somit auch meine Zwänge. Denn ich leide unter eine Zwangsstörung… Allein der Gedanke daran löste Panik in mir aus. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie das funktionieren sollte. Aber nach diesem berühmt berüchtigten ersten Tritt in den Hintern war alles anders.

Ich tastete mich nun langsam auf das kalt-nass grüne Terrain namens Neuland vor, endlich bereit mich auf das neue Unbekannte einzulassen mit allen Unsicherheiten, Ängsten, Gefahren, doch auch mit viel Freude, die es bereit halten sollte. Hab ich zumindest gehört ;-). Ich nahm meinen Kampf für ein besseres Leben auf!

Der eigentliche Auslöser … ein außergewöhnlicher Artikel

Und alles begann mit dem Artikel: “Warum ich den Begriff Selbstwert revolutionieren will?” von der lieben Tatjana Heidemann. Diesen Artikel las ich einmal und im Laufe der Zeit auch immer noch mal wieder. Und mit jedem Mal verstand ich mehr.

Zuerst waren da Gedanken wie: „Wie soll ich mich jemals als wertvoll sehen, wenn ich mich doch so hasse? Wie soll ich jemals aus diesem Bewertungsprozess rauskommen?“ Und noch ein paar Fragen mehr gingen mir durch den Kopf.

Aber die Vorstellung etwas Wertvolles zu sein, einzigartig und dass dies auch unser Leben ist und unser Leben, also wir, heilig sind, denn es gibt ja keinen, der genauso ist wie man selbst, das fand ich total schön. Und ich habe große Begeisterung für diese andere Art von Definition des Selbstwertes gefunden. Und mir gedacht: „Das will ich auch.“ Und Tatjana hat in diesem Artikel geschrieben, dass es für sie der Weg raus aus dem Bewertungsprozess war und hin zu einem selbstbestimmten, authentischen, ehrlichen Leben. Genau das, was ich auch wollte.

Natürlich kamen weitere Gedanken wie: „Wie soll ich das schaffen?“ Es machte sich viel Unruhe und Panik in mir breit, die mich extrem verunsicherte. Aber nicht nur die. Als ich diesen Artikel las kamen noch viel mehr Gefühle hoch. Von Traurigkeit über Wut über Hilflosigkeit.

Trotz allem hatte ich einen Wunsch:

Raus aus den Teufelsspiralen, rein in ein neues Leben. Jetzt oder nie!!!

Und so sicher wie an diesem Tag, war ich mir noch nie zuvor. Ich traf also die Entscheidung! Nie habe ich mir träumen lassen was aus diesem einen Artikel alles resultierte. Ich knüpfte mir einen Selbstwert-Test vor, ebenfalls von Tatjana, und arbeitete ihn auf der Rückreise meines schönen Griechenlandurlaubs durch. Auch hier machten sich 1000 Gedanken und Gefühle breit, ich nickte an vielen Stellen zustimmend, bekam Panik, Angst… Ein großer Gefühlsausbruch. Als ich dann auch noch das Ergebnis des Tests sah war alles vorbei. Das Ergebnis war erschreckend. Wo nun anfangen? Fast bei jedem Selbstwertindikator gab es etwas zu tun… Aber ab da wusste ich wohin die Reise gehen sollte. Weg von den Zwängen, der Essstörung und all den Ängsten, hin zu der Arbeit an dem großen, komplexen Thema Selbstwertgefühl.Oh mein Gott“, dachte ich mir. Ich sah den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Es ist ja nicht so, dass ich nicht vorher immer schon versucht hatte in irgendeiner Art an meinem Selbstwertgefühl zu arbeiten.

Ich habe mir negative Gedanken versucht schön zu reden, selbst meine Meinung zu vertreten, Fragen zu stellen oder mir positive Affirmationen zu geben und zu sagen. ich habe versucht ehrlich zu sein, mir auch mal eine Pause zu gönnen ……. Aber irgendwie war das alles immer nur für eine kurze Phase gut und dann war da schon wieder das tiefe tiefe Loch, in das ich alle paar Monate viel. Ich wusste nie, wie ich mich wirklich den Zwängen stellen sollte. Nie habe ich mich wirklich getraut, die Angst auszuhalten und auch noch jetzt gerade, wo ich hier sitze und schreibe, habe ich immer noch große Angst und Respekt davor. Aber ich wusste wie wichtig es ist, es JETZT zu tun.

Meine ersten wichtigen Schritte

Also meldete ich mich zur Unterstützung bei Tatjana und ging in ihre Facebookgruppe. Ich hätte nie gedacht, dass mir diese so eine gute Unterstützung sein könnte. Aber das war und ist sie wirklich.

So hatte ich neben meiner Psychotherapie 1x die Woche, der Facebookgruppe, den Pushing-Gesprächen mit meinen Freunden genügend Unterstützung und Werkzeug an der Hand, um endlich loslegen zu können. Das tat ich. Und wie ich das tat. Ich postete meine Selbstwerttest-ergebnisse dort in die Gruppe und diese half mir mein erstes großes Thema für meine Reise zu mehr Selbstliebe, Selbstvertrauen, sprich zum großen Thema Selbstwertgefühl, festzulegen.

Das Thema Kommunikation. Dieses beinhaltete: mich nicht mehr für alles zu entschuldigen, mich nicht mehr vor jedem und für alles zu rechtfertigen, dass es okay ist auch mal „Nein“ zu sagen und meine „Ja, aber“ Sätze zu überdenken und generell meinen Sätzen eine positive Wendung zu geben. „Ich muss…“ wollte ich auch unbedingt aus meinem Wortschatz streichen.

Daneben stand das große Thema: „Geh durch die Angst und stell dich endlich deinen Zwängen, lerne dich selbst auszuhalten, lerne deine Gefühle zuzulassen, zu spüren, sie anzunehmen, statt sie immer wegzudrücken.

Der Satz << Geh durch die Angst und du kommst in dein Potenzial >> setzte sich als Ohrwurm in meinen Kopf fest.
Da es mir zu diesem Zeitpunkt echt schlecht ging und ich mich auch gar nicht mehr richtig auf meine Arbeit konzentrieren konnte, riet Tatjana mir und bestärkte mich auch darin, mich krankschreiben zu lassen. Also tat ich es! Früher war ich immer so: „Augen zu und durch!“ Aber dieses Mal musste ich an mich denken und das habe ich hiermit erstmals gemacht. Es war die richtige Entscheidung, das wusste ich! Denn nur so konnte ich mich voll und ganz mir und meiner Arbeit an mir selbst widmen.

Nun! Es warteten einige Herausforderungen auf mich. 🙂

Wenn euch interessiert wie ich meinen Weg weiter gegangen bin, dann seid gerne in meinem zweiten Teil wieder dabei. Darüber würde ich mich sehr freuen.

Ich grüße euch herzlich,

Jenny

 


Bilder:

Pixabay

Wald: Teddy Kelley on Unsplash

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4 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

[…] Folgeartikel “Wie ich mich selbst zu lieben Begann – Meine Reise #1“nimmt sie dich mit und berichtet dir von wichtigen Auslösern, gut gemeinten Arschtritten und […]

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Liebe Jenny,

allergrößten Respekt für Deinen Weg! Ich sehe so viele Parallelen zu meinem …
Die zig Sebstversuche mit den verschiedensten Methoden ohne längerfristig erkennbaren Nutzen beispielsweise. Der hohe Anspruch, sich selbstverständlich ganz alleine aus der mißlichen Lage befreien zu müssen. Dann aber die absolute Wichtigkeit, sich Hilfe zu suchen. Durch die Angst zu gehen. Mitten in die Schwächen, Schmerzen und Gefühle hinein. Die Wichtigkeit, wie man kommuniziert, auch mit (und über) sich selber.
Im Prinzip war der Moment, an dem ich nicht mehr konnte, das ständige Zusammenreißen nicht mehr aufrecht erhalten konnte und kurz vor dem Zusammenbruch stand, der rettende Wendepunkt. Der Moment, in dem ich loslassen musste, meine Stahlrüstung, die mich nicht wirklich weitergebracht hatte und Hilfe zulassen musste, was ich als meinen allerschwächsten Moment ever empfand, wurde zum Moment, in dem die eigene Stärke beginnen durfte, sich auszubreiten. Konnte ich ja aber vorher nicht ahnen und musste mich also in diese Schwäche erstmal hineinfallen lassen, blindlings, ohne zu wissen, was kommen würde.
Eine intensive dreitägige Hypnosetherapie brachte mich dann ganz nah zu mir selber und schaffte in sehr sanftem Rahmen die Möglichkeit, mich erstmalig innerlichen Problemen wirklich zustellen. Noch dazu war es einfach total faszinierend, was da abging.
Und seitdem fließt das Leben einfach …
Und ich darf Milde mit mir selbst lernen, was ich ausgiebig nutze 🙂

Alles Liebe Dir und einen wundervollen, sonnendurchfluteten, spannenden Lebensflow! 🙂

Anja

Antworten

Liebe Anja,
ich danke dir für deinen lieben Kommentar. Genau, du hast es sehr gut zusammengefasst :). Manchmal ist es wichtig und notwendig sich Hilfe zu holen, um in die richtige Richtung zu gelangen, bzw. die ersten Anstöße zu gelangen und ja auch ich musste erst ganz tief unten ankommen, um meine Stärke zu erkennen und zu sehen, dass es auch anders, besser, schöner, freier geht, das Leben, das Sein. Manchmal muss man aber 1000x die gleichen schweren Wege gehen bis man die leichten erkennt und gehen kann. Manchmal muss man so am Ende sein, um die erlösenden Schritte einleiten zu können und finde es nur stark sich dann auch unterstützung zu holen! Wie wir beide und manchmal gibt uns das Leben die richtigen Menschen an die Hand, die mit uns gemeinsam gehen! 😀

Ich finde die Reise zu sich selbst Mega spannend und möchte dich gerne zu meinem nächsten Artikel einzuladen.
Ich finde es so schön sich hier in dieser tollen community zeigen zu dürfen, sich mit gleichgesinnten, wie mit dir zu verbünden, Parallelen festzustellen, gegenseitig voneinander zu lernen, Kraft und Mut für seine eigenen Wege zu erhaschen, sich gegenseitig zu stärken, zu sehen wo einem das Leben auch hinführen kann, wenn man nicht aufgibt!

Ich wünsche dir weiter wertvolle, intensive, warme Erfahrungen 😀 und danke dir.

Herzliche Grüße ich dich,
Jenny

Antworten

[…] einer selbstbewussten Frau mitverfolgt. In der Artikelreihe „Werde ich jemals gut genug sein?“, „Wie ich mich selbst zu lieben begann – #1“ und „Wie ich mich selbst zu lieben begann – #2“ berichtet Jenny dir persönlich von […]

Antworten

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