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Als ich lernte meinen Hintern zu lieben, war mein Leben eine runde Sache – Interview mit Melanie Pignitter

Klingt der Titel des Artikels nicht schon mega geil?

Als ich den Titel las, musste ich wirklich breit grinsen und im Inneren dachte ich “Jo, so ging es mir auch, als ich Frieden mit meinem Hintern schloß.” 🙂

Aber in diesem Artikel wird es um mehr gehen, als “nur” um unseren Hintern. Denn heute darf ich dir das herrliche Interview mit der zauberhaften Melanie Pignitter von dem Blog Honigperlen – leben lieben lachen vorstellen. Melanie bloggt bereits sein langer Zeit erfolgreich und es war mir ehrlich eine Ehre, als sie für das Interview für Stunning Femininity zusagte.

Melanie Pignitter ist diplomierte Mental- und Kommunikationstrainerin. Medial bekannt wurde sich durch ihren außergewöhnlich positiven Umgang mit ihrer Krankheit. Ihre Themen: Selbstliebe und Lebensfreude und zwar auch dann, wenn das Leben durch böse Überraschungen, wie beispielsweise Krankheit, Unglück oder Sorgen besticht. Mit ihren Texten und Trainings möchte sie Menschen dazu inspirieren sich selbst von Kopf bis Fuß und mit allem dazwischen zu lieben und außerdem Inspiration für ein geniales Leben voller Freude liefern.

Aber was soll ich noch ankündigen? Lass dich von Melanies Geschichte berühren und inspirieren und lass uns gemeinsam darüber freuen, dass es so großartige Frauen wie sie gibt, die durch ihr Sein viel Gutes in der Welt bewirken!

Als ich lernte meinen Hintern zu lieben, war mein Leben eine runde Sache

Liebe Melanie – du in 5 Sätzen. Wie würdest du dich beschreiben?

Ich bin ein Mensch mit unendlich vielen Macken und Marotten, so dermaßen unperfekt, dass ich ganze Bücher damit befüllen könnte. Ich bin ein Mensch dem das Leben nicht immer gut mitspielt, 600 Tage Dauerschmerz in Kombination mit einer schweren Krankheit, ist das beste Beispiel dafür. Ich bin ein Mensch mit Ängsten und Selbstzweifel. Kurzum: ich bin wie wir alle – menschlich und unperfekt! Das, was mich auszeichnet ist meine Gabe das Gute im Schlechten zu sehen und mich in jeder Sekunde – TROTZDEM – von Kopf bis Fuß und mit allem dazwischen bis in die Zehenspitzen zu lieben.

 

Hätte diese Beschreibung auch zu einem früheren Zeitpunkt auf dich zugetroffen? Zum Beispiel als du 20 Jahre jung warst?

Nein, das hätte sie nicht. Aber ich liebe und wertschätze dieses unerfahrene Mädchen, das ich mit 20 Jahren war, sehr. Ich danke ihr für all die Fehler und Erfahrungen, die sie gemacht hat, denn hätte sie diese nicht gemacht, so wäre ich heute nicht der Mensch, der ich bin. Und genau dafür bin unendlich dankbar.

Wie sah dein Leben damals aus?

Damals war ich gefangen in einer Welt, die mir im Nachhinein, wie ein Gefängnis erscheint. Ich lebte mit meinem Partner am Land und versuchte verzweifelt die Vernunft eines Erwachsenen zu erlangen. Glücklicherweise gelang mir das nicht und ich schmiss mein damaliges Leben mit 23 Jahren hin. Ich verließ mein heimatliches Nest, beendete meine Partnerschaft, kündigte meinen Job und meine Wohnung und wanderte in die Großstadt aus, wo ich geleitet durch mein Herz ein völlig neues Leben begann.

Was dachtest du damals über dich selbst, andere Menschen und die Welt? Wie standest du damals zu dir als Frau und zu deiner Weiblichkeit?

Damals hatte ich keine Ahnung von der gewaltigen in mir schlummernden Kraft. Von meinen Talenten, Potentialen und der Fähigkeit mich bedingungslos selbst zu lieben. Ich war eine klassisch graue Maus, wog ein paar Kilo zu viel und übte einen öden Bürojob aus. Und so wie mich andere im Außen wahrnahmen, fühlte ich mich auch im Inneren. Nicht besonders wichtig, nicht besonders schön, nicht besonders klug – Ich fühlte mich einfach, wie nichts Besonderes.

Die Welt und mein Leben erschien mir damals ebenso grau. Ich hatte einen Partner, einen Beruf und eine tolle Familie. Was will man mehr? Aber irgendetwas in mir wollte schon damals mehr und fand das Leben, das ich damals führte nicht angemessen. Diese Erkenntnis musste über Jahre fruchten bis ich es wagte und ausbrach. Bis ich endlich feststellte, das alles, wirklich alles, was man sich wünscht, wahr werden kann.

Das Leben ist bekanntlich kein Ponyhof. Es beschert einem zahlreiche Herausforderungen und Hürden. Oft werden genau diese Herausforderungen zu Wendungspunkten im eigenen Leben. Welchen Herausforderungen hast du dich bis heute gestellt?

Die größten Wendepunkte meines Lebens habe ich eingehend schon erwähnt. Zum einen war das mein Ausbruch mit circa 23 Jahren. Damals tauschte ich absolute Sicherheit gegen die Chance ein Leben ganz nach meinen Vorstellungen, erfüllt von Lebensfreude, Berufung und Liebe, führen zu können. Ich verließ alle Lebensbereich-Komfortzonen auf einmal und ließ mich auf das Ungewisse ein. Und ich habe es keine Sekunde in meinem Leben bereut. Im Gegenteil ich bin dem damals 23-Jährigen Mädchen für all ihren Mut unglaublich dankbar.

Der zweite Wendepunkt war meine Krankheit. Nach Jahren des Glücks, beruflichem und privaten Erfolg, geschah es plötzlich. Es hieß immer 30 werden tut nicht weh. Das kann ich leider nicht bestätigen. In meinem 30. Lebensjahr überfiel mich eine schwere Krankheit, die mir in Folge alles, was mir damals wichtig war unter den Füßen wegzog. Mehr als 600 Tage litt ich unter Dauerschmerzen. Ein normales Leben war nicht mehr möglich. Ich gab meine gesamten Ersparnisse für Ärzte und Therapien aus, aber nichts half. Ich war am Ende, verzweifelt und hatte all meinen Lebensmut verloren. Da ich nicht mehr arbeiten konnte, machte ich ein berufliches Auszeit-Jahr. In diesem Jahr geschah die Wende.

Ich beschäftigte mich beinahe Tag und Nacht mit der Kraft meiner Gedanken und Gefühle. Außerdem strotzte ich dem Schmerz und gönnte mir Momente der Lebensfreude. Ich unternahme Verrücktes, erlaubte mir das erste mal im Leben wochenlang einfach nichts sinnvolles zu tun und erlebte darauf ein Wunder. Was hunderte an Ärzten nicht vermochten, vermochte ich selbst. Ich erlebte nach knapp zwei Jahren das erstmal wieder einen schmerzfreien Tag.

Innerhalb von kurzer Zeit wurde ich dann auch medial durch meinen Lebensfreude Blog Honigperlen bekannt. Ich durfte meine Geschichte im TV erzählen, war in der Tageszeitung und schrieb ein Buch. Ich heurigen Jahr erfüllt sich für mich nun ein weiterer großer Traum. Mein Buch „Als ich lernte meinen Hintern zu lieben, war mein Leben eine runde Sache“ wird ab April im Handel sein.

Was hast du dank dieser Herausforderungen gelernt?

Was ich daraus gelernt habe: Das Leben ist ein Geschenk. So ein verdammt kostbares Geschenk. Ich spüre dieses Geschenk seit meiner Krankheit jeden Tag. Als mir alles genommen wurde, wurde mir plötzlich bewusst, wie viel ich hatte. Nun beschenkt mich das Leben wieder reich, aber diesmal nehme ich es nicht für selbstverständlich. Ich freue mich geschätzt mindestens zehn Mal pro Tag über Dinge, Menschen und Erlebnisse, die mir das Leben schenkt.

Außerdem hat mich meine Geschichte gelehrt, dass alles Schlechte auch sein Gutes hat. Es erscheint mir so glasklar. Hätte mich meine Krankheit nicht vereinnahmt, auf den Boden geschmissen und durch den Dreck gezehrt, so hätte ich niemals ein Auszeit-Jahr genommen und meine Honigperlen entdeckt. Damit einher gehen zwei Jahre voller Erlebnisse und Erkenntnisse, die mich genau an jene Stelle meines Lebens, an der ich heute stehe, geführt haben. Und für mein heutiges Glück bin ich unglaublich dankbar.

Du hast einen ganz persönlichen „Leidensweg“ mit einer psychosomatischen Erkrankung hinter dir. Du bist den Weg durch und mit dieser Erkrankung bis heute sehr tapfer gegangen! Heute lebst du dank dieser Geschichte mit einer ganz bestimmten Lebensüberzeugung. Wie lautet sie?

Lebensfreude, komme was wolle!

Und – Alles Schlechte hat sein Gutes – Vertraue dem Leben

Und – Egal was passiert, ich werde mich immer lieben.

Welche alten Leitsätze/Grundüberzeugungen konntest du bist heute loslassen oder bist gerade dabei sie zu verabschieden?

Ich bin nicht genug

Ich bin nicht wichtig

Ich bin nicht liebenswert

Das kannst/schaffst du nicht!

Wie denkst du heute über dich selbst, dich als Frau und über dein Selbstwertgefühl?

Ich bin Hals über Kopf in mich verknallt! Ich liebe all meine Macken und fühle mich wertvoll.

Was bedeutet für dich Frausein?

Mich samt meiner Gefühlswelt, so anzunehmen, wie ich bin. Zu spüren, wie gerne ich Frau bin und das auch im Außen zu leben. Gerne demonstriere ich das mit meinem pinken Plüschbademanelt und auch in meinen Kleidungsstil spiegelt sich die Freude am Frausein wieder. Ich trage eigentlich nur beim Sport Hosen – mein Kleiderschrank ist voller Röcke und Kleider. Darin fühle ich mich einfach pudelwohl.

Was lässt dein Herz höher schlagen und was gibt dir Lebenssinn?

Dass meine Texte von tausenden Menschen gelesen werden. Dass ich sie inspirieren darf, ein kleiner Ideenbringer für ihr Leben sein darf und ich mich durch das Schreiben und das Feedback meiner Leser stetig selbst weiter entwickle.

Außerdem: Meine unbändige Liebe zu mir selbst und zu den einzigartigen Menschen in meinem Leben.

Stell dir vor, da wäre ein junges Mädchen, so um die 11 Jahre. Bald erblüht dieses Mädchen zu einer Frau. Was würdest du ihr gerne über Weiblichkeit und starke Frauen beibringen?

Du bist WERTVOLL und liebenswert – vergiss das bitte niemals!

Was würdest du anderen Frauen (mit einer ähnlichen Geschichte) gerne mit auf Ihren Weg mitgeben?

Alles wird gut! Es wird womöglich niemals mehr wie früher aber es wird gut. Vertraue dem Leben, lerne dich selbst bedingungslos zu lieben und sorge für dein Wohl, wie eine Mutter für das ihres Kindes sorgt.

Wo findet man dich im WWW und wie kann man dir auf Social Media folgen?

Facebook Melanie Pignitter 
Honigperlen
Instagram HonigperlenMelanie
Twitter HonigperlenMelanie
Website Honigperlen.at

Und natürlich das Buch, das es schon bald im Buchhandel geben wird und das den Titel trägt: “Als ich lernte meinen Hintern zu lieben, war mein Leben eine runde Sache”

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3 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • […] soll es gehen,“ meinte Tatjana Heidemann Psychologin und Redakteurin auf dem Portal – stunningfemininity.de. Wie es dazu kam, dass ich mich im Interview zu meinen unzählige Fehlern und Macken bekenne, von […]

    Antworten
  • […] soll es gehen,“ meinte Tatjana Heidemann Psychologin und Redakteurin auf dem Portal – stunningfemininity.de. Im Interview erzähle ich ihr nicht nur von meinen unzähligen Macken und Fehler sowie meiner […]

    Antworten
  • Danke für dieses schöne Interview 😀
    Melanie, mit deiner Geschichte bist du für ganz viele Frauen ein großes Vorbild.
    Ich finde es so klasse, dass egal was in deinem Leben war, dass du niemals die Hoffnung aufgegeben hast und dich bedingungslos immer und zu jeder Zeit geliebt hast. Es wäre so schön, wenn das jeder Frau so tun könnte. Ich finde es toll, wie du deine Einzigartigkeit und dein WertvollSEIN siehst. Siehst was du bist! Unperfekt (wie wir alle), denn perfekt sein ist auch nicht wichtig. Einzigartigkeit, wunderschön, Frau!!!
    Ich bewundere es sehr an dir, dass du in allem das Gute siehst, auch während deiner wohl schwierigsten, schmerzerfüllten Zeit und dafür ziehe ich den Hut vor dir!

    Dein Buchtitel finde ich übrigens grandios und ich wünsche dir viel Erfolg für den Verkauf und dass du noch ganz ganz viele Leser für und auf deiner Seite “Honigperlen” bekommst!

    Ich wünsche dir für deinen Weg nur das allerbeste und bleib wie du bist!

    herzlich grüßt dich
    Jenny

    Antworten

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