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Was du unbedingt über Selbstwertgefühl wissen solltest!

Ich liebe es über das Thema Selbstwert und Selbstwertgefühl zu sprechen! Ja wirklich! Denn das ist eines der grundlegenden Themen, die für unsere mentale und physische Gesundheit verantwortlich sind. Sowohl für Frauen, als auch für Männer.

Der Artikel „Warum ich den Begriff Selbstwert revolutionieren will“ war 2017 der wichtigste Artikel auf meinem psychologischen Blog. Denn ich unterscheide ganz klar zwischen den Begriffen Selbstwert und Selbstwertgefühl. Nebenbei anders, als es in der klassischen Psychologie gelehrt wird. Diese Unterscheidung ist Bestandteil meiner persönlichen Einstellung. Aber genauso auch Bestandteil meiner Arbeitsweise, mit der ich bislang vielen Menschen weiter geholfen habe.

Nun möchte ich mich heute ganz dem Begriff Selbstwertgefühl widmen.

Mit unserem Selbstwertgefühl steht und fällt die Chance auf ein erfülltes, selbstbestimmtes und authentisches Leben!

Und weißt du, warum ich dieses Thema immer wieder so gerne anspreche? Weil mir schon seit langer Zeit auffällt, dass vielen Menschen gar nicht bewusst ist, was sich hinter dem Begriff “Selbstwertgefühl” tatsächlich verbirgt.

Könntest du mit Sicherheit behaupten, dass du weißt, was “Selbstwertgefühl” bedeutet? Wenn nicht, bist du damit bestimmt nicht allein! Es ging mir früher auch so. Erst durch meine Arbeit als Psychologin habe ich mich mit der Thematik intensiv auseinander gesetzt. Und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen:

Wenn das Selbstwertgefühl nicht in Ordnung ist, dann wirkt sich das auf den gesamten Menschen negativ aus. Deswegen ist ein gestörtes Selbstwertgefühl der verborgene und leider oft unerkannte Grund für negativen Mindset und private und berufliche Unzufriedenheit. Es ist der verborgene Grund für Überforderung durch chronischen Stress oder sogar die Entwicklung psychischer Erkrankungen. 

Deswegen ist es mir wichtig dir ein gutes Verständnis über Selbstwertgefühl zu vermitteln. Am Ende des Artikels wirst du

  •  wissen, was man unter diesem Begriff versteht
  •  ein Gefühl dafür entwickeln, ob das Thema in deinem Leben eine Rolle spielt
  •  dir die Frage beantworten können, wie es um dein Selbstwertgefühl steht.

Selbstwertgefühl – was ist das?

Das Selbstwertgefühl setzt sich aus diesen drei Aspekten zusammen :

I. Das Selbstwertgefühl beinhaltet tiefe Überzeugungen über uns selbst.
II. Unser Selbstwertgefühl spiegelt unsere emotionale Beziehung zu uns wieder.
III. Unser Selbstwertgefühl gibt wieder, welchen subjektiven Wert wir unserer eigenen Person, unseren Fähigkeiten, Eigenschaften, Stärken & Schwächen beimessen.

I. Unser Selbstwertgefühl beinhaltet tiefe Überzeugungen über uns selbst

Was glauben wir tief im Inneren über uns selbst?

In der Psychologie werden diese tiefen Überzeugungen auch Glaubenssätze, Grundüberzeugungen oder auch Leitsätze genannt. Es sind meistens alte und an viele Emotionen geknüpfte Überzeugungen. Sie beschreiben, wie wir zu uns selbst stehen und welchen Platz wir uns in der Welt geben.

Hier einige Beispiele:

„Ich bin nicht gewollt.“ „Ich bin nicht liebenswert.“ „Ich gehöre nicht dazu.“ „Die Bedürfnisse andere Menschen sind wichtiger als meine eigenen.“ „Ich darf niemanden enttäuschen.“ „Ich darf keine Fehler machen.“ „Keiner liebt mich.“ „Ich bin eine Enttäuschung für andere.“

Diese Leitsätze sind Beispiele von Menschen, die ein niedriges Selbstwertgefühl haben.

Natürlich könnten diese Leitsätze auch so lauten:

„Ich bin gut so wie ich bin.“ „Ich liebe das Leben und ich liebe es am Leben zu sein.“ „Ich darf Fehler machen, keiner ist perfekt.“ „Ich bin liebenswert.“ „Ich bin ein wertvoller Mensch.“ “Ich bin eine einzigartige Frau und liebe es Frau zu sein.”

Diese Leitsätze gehören zu Menschen, die ein positives Selbstwertgefühl haben.

Diese Fragen können dir helfen deine eigenen Grundüberzeugungen herauszufinden:
  • Was glaube ich über meine Person, meine Eigenschaften, meine Fähigkeiten usw.?
  • Wovon bin ich tief im Inneren in Bezug auf mich selbst überzeugt?
  • Welchen Platz nehme ich ein in dieser Welt?

II. Unser Selbstwertgefühl spiegelt unsere emotionale Beziehung zu uns wieder

Damit ist gemeint, dass jeder Mensch sich selbst gegenüber eine ganze Reihe an Emotionen empfindet. Unter diesen Emotionen sind ganz bestimmte stärker ausgeprägt und werden manchmal sogar dauerhaft erlebt. Solche langandauernden und „alten“ Gefühle bezeichne ich gerne als lebensbegleitende Gefühle. Sie werden nicht nur oft erlebt, sondern beginnen unsere Wahrnehmung und unser Verhalten zu beeinflussen.

Menschen mit einem niedrigen Selbstwertgefühl erleben oft Gefühle der Angst und Unsicherheit. Sie machen sich oft Sorgen und fühlen wenig Vertrauen in sich, ihre Fähigkeiten und das Leben. Auch erleben diese Menschen häufig Scham oder das Gefühl vom schlechten Gewissen. Sie kämpfen oft damit sich selbst nicht gut genug zu finden und versuchen andere nicht zu enttäuschen. Aber auch Neid, Selbsthass, Ablehnung und Traurigkeit gehören zu den Gefühlen eines niedrigen Selbstwertgefühls dazu.

Menschen mit einem gesunden Selbstwertgefühl können all diese Gefühle natürlich auch erleben. Aber diese Gefühle werden nicht dauerhaft erlebt und werden anders attribuiert. Das bedeutet, diese Menschen gehen meistens anders mit diesen Gefühlen um. Daneben erleben sie häufiger Vertrauen, Gelassenheit, Liebe, Freude und Dankbarkeit deutlich häufiger und intensiver.

Diese Fragen können dir helfen deine emotionalen Lebensbegleiter herauszufinden:
  • Welche Gefühle erlebe ich im Alltag am häufigsten?
  • Würde ich die erlebten Gefühle als warm, hell und wohltuend beschreibend oder als belastend, niederdrückend und dunkel?
  • Welche Gefühle kommen hoch, wenn ich Zeit mit mir alleine verbringe (und nicht versuche meine Gefühle wegzudrücken)?
  • Welche Gefühle spüre ich, wenn ich über mich, meine Person, meine Vergangenheit oder meine Zukunft nachdenke?
  • Wenn es um meine Meinung und meine Bedürfnisse geht – welche Gefühle empfinde ich dann?
  • Welche Gefühle empfinde ich, wenn ich mich selbst und meinen Körper anschaue?

 

III. Unser Selbstwertgefühl gibt wieder, welchen subjektiven Wert wir unserer eigenen Person, unseren Fähigkeiten, Eigenschaften, Stärken & Schwächen beimessen

Unser Selbstwertgefühl spiegelt uns wieder, für wie wertvoll wir uns halten. Welchen Wert und welche Rolle wir uns selbst in dieser Welt geben. Hier verbergen sich Bewertungsprozesse, mit denen wir über uns selbst urteilen. Halten wir uns für gut genug? Für wertvoll genug? Halten wir uns für attraktiv genug? Oder für schlau genug? Halten wir uns für begabt genug?

Zu Menschen mit einem niedrigen Selbstwertgefühl höre ich mich oft sagen „Sie bewerten nicht nur sich selbst, Sie entwerten sich auch.“ Denn diese Menschen sind oft streng zu sich selbst, haben hohe Erwartungen und Maßstäbe. Manchmal so hoch, dass man sich gar nicht daran messen möchte…

Menschen mit einem niedrigen Selbstwertgefühl gehen schon mal hart mit sich ins Gericht. Ihnen sind ihre guten Fähigkeiten oft nicht gut genug, ihre Stärken nicht stark und besonders genug. Aber dafür sehen sie sehr viele Schwächen, Fehler und Makel an sich selbst. Diese Menschen haben oft große Ideale und vergleichen sich mit anderen meist zum eigenen Nachteil.  Es fällt ihnen schwer Fehler, Schwächen und negative Eigenschaften an sich zu akzeptieren. Sie suchen im Außen nach Bestätigung und Anerkennung, denn sie schaffen es nicht sich diese selbst zu geben.

Menschen mit einem positiven Selbstwertgefühl bewerten sich selbst weniger streng und hart. Sie entwerten sich nicht und wenn dies passiert, so urteilen sie meist über eine Einzelheit oder ein Verhalten und nicht über sich selbst als ganze Person. Sie haben realistische Erwartungen an sich und verzeihen sich ihre Fehler und Makel. Diese Menschen betrachten Ihre Stärken realistisch und akzeptieren ihre Schwächen. Schwächen müssen nicht ausgemerzt werden. Vergleiche mit anderen werden seltener angestrebt und wenn, dann aus positiven Motiven heraus – z.B. um sich positive Vorbilder zu suchen und sich zu motivieren.

Diese Fragen können dir helfen, herauszufinden, welchen Wert du dir selbst gibst:
  • Im Vergleich zu anderen Menschen: Wie hoch sind meine Erwartungen an mich selbst?
  • Wie streng bin ich zu mir selbst und bin ich zu anderen nachgiebiger?
  • In welchen Lebensbereichen und wie oft vergleiche ich mich mit anderen?
  • Wie stehe ich zu meinen Stärken und Schwächen? Worauf fokussiere ich mich im Alltag viel mehr?
  • Wie gehe ich mit meinen Fehlern, Missgeschicken, Makeln, „falschen“ Entscheidungen oder mit meinen Schwächen um?
  • Welchen Wert messe ich mir selbst als Person bei?

Selbstwertgefühl – das Lebens-Fundament

Unser Selbstwertgefühl ist das Fundament für unser Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein, unsere Selbstliebe, Selbstachtung und Selbstakzeptanz. Darüber schrieb ich bereits ganz ausführlich in meiner Artikelreihe, die mit kleinen Küken und mächtigen Eisbergen begann.

Das bedeutet, dass auch dein Selbstwertgefühl sich auf dein Selbstbewusstsein, dein Selbstvertrauen und natürlich die Liebe zu dir selbst auswirkt.

Unser Selbstwertgefühl spiegelt sich zudem in allen Bereichen unseres Lebens wieder. Es lässt sich nicht isolieren. Es beeinflusst unsere Wahrnehmung, unsere Bewertungsprozesse, unsere Gedanken, Gefühle und unser Verhalten. Sprich, es trägt dazu bei, wie wir unsere Realität formen und unser Leben gestalten.

Ja und nicht zu vergessen … für uns Frauen ist das Thema Selbstwertgefühl nochmal ganz entscheidend. Denn ein gestörtes Selbstwertgefühl trägt dazu bei, dass wir uns als Frauen nicht in unserer weiblichen Haut wohl fühlen und unsere Weiblichkeit nicht annehmen können.

 


Fandest du den Artikel hilfreich?

Was konntest du für dich mitnehmen?

Wann hattest du einen AHA-Moment?

Hinterlass doch gerne einen Kommentar, bevor du gehst, und berichte mir von deinen Eindrücken! 🙂

 


 

Dieser Artikel erschien auch hier, denn es ist mir echt wichtig möglichst viele Menschen mit diesem Thema zu erreichen. 🙂

Fotos:

https://www.pexels.com/photo/beautiful-blur-close-up-depth-of-field-532280/

https://www.pexels.com/photo/photo-of-woman-looking-at-the-mirror-774866/

 

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • […] “Was du unbedingt über Selbstwertgefühl wissen solltest” erfährst du noch viel mehr darüber, was sich hinter diesem bedeutenden Begriff […]

    Antworten
  • Liebe Tatjana,

    Danke für diesen Artikel, in dem du viele wichtige Fragen stellst! Die zum Nachdenken anregen und durch die man einen guten Blick dafür bekommt, wie es um das eigene Selbstwertgefühl bestellt ist. Auch diesen Artikel durfte ich schon damals verfolgen, aber ich finde es spannend wie sehr sich meine Antworten im Laufe der Monate verändert haben. Das zeigt mir, dass ich auf einem guten Weg bin hin zu einem gestärkten Selbstwertgefühl. Z. B. Vergleiche ich mich längst nicht mehr so oft mit anderen. Ganz kann ich mich noch nicht freisprechen, aber es ist deutlich reduziert. Ich laufe nicht mehr nur mit Angst und Unsicherheit, Verzweiflung durch die Gegend, sondern erlebe inzwischen mehr Freude, bin dankbarer und akzeptiere mein Frau-sein nun mehr. Mit meinem Körper konnte ich mich im Laufe der Zeit immer mehr anfreunden und ich verfluche mich nicht mehr so häufig. Auch meine Bewegungen im allgemeinen mir gegenüber haben abgenommen!

    Dieser Artikel ist für mich auf jeden Fall sehr hilfreich und ein sinnvoller Begleiter im Prozess! Und durch die Steigerung des Selbstwertgefühls habe ich nun auch deutlich mehr Selbstliebe, selbstbewusstsein und selbstachtung gewonnen. Ich zweifle nicht mehr so oft an mir und meinen selbstwert kann ich nun auch mehr annehmen und erfreue mich an meiner Einzigartigkeit, an meinem wertvollen Sein!

    Ich danke dir von Herzen, dass du mich auf meinem Weg begleitest 😀

    Antworten

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