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Es steckt viel Aschenputtel in einer Frau, wenn es um die eigene Körperwahrnehmung und Kleidung geht. So ging es auch Jenny

Wenn Aschenputtel shoppen geht – wie Kleidung einer jungen Frau half sich selbst neu zu entdecken

Vergangenes Wochenende durfte ich eine junge Frau und ihren Freund beim Shoppen beobachten. Ich selbst stand wartend vor der Umkleidekabine und hatte entsprechend Zeit meinen Blick schweifen zu lassen.

Die junge Frau war ca. Mitte/Ende 20, hatte eine schöne frauliche Figur, eine sehr blasse, weiße  Haut und kinnlange dunkelblond-orangene Haare. Sie fiel mir sofort durch zahlreiche bunte Tattoos an Unter- und Oberarmen, am Rücken und Dekolleté auf. Sie trug ein ganz helles, musterloses, weites T-Shirt in der Farbe hellrosa-lachs. Es war so hell, dass es sich stark ihrem Hauptton anglich. Es wirkte fast durchsichtig. Dazu trug sie eine weite schwarze Stoffhose, die man gerne zum Strand, an heißen Sommertagen oder zum Yoga anzieht. Kannst du dir die Frau vor deinem inneren Auge vorstellen?

Zu der Umkleidekabine kam sie mit einer Menge Klamotten. Hauptsächlich Oberteile und Kleider. Dabei fiel mir sofort auf, dass sämtliche Stücke, die sie dabei hatte, eine ganz ähnliche wenn nicht gleiche Farbe hatten, wie das Oberteil, das sie anhatte. Helles ausgewaschenes Rosa, nicht klar definierter Lachs-Hautton. Die Kleider hatten ein dunkleres Muster mit kleinen Blümchen und Schnörkeln.

Als erstes präsentierte die junge Frau ihrem Freund ein langes Kleid mit ganz dünnen Trägern und Gummiband um die Taille. Farbe: Dieselbe wie ihr T-Shirt. Ihr Freund zeigte sich wenig begeistert. Auch sie war nicht überzeugt, denn das Kleid hatte tatsächlich keine gute Form an ihr angenommen und wirkte eher sackartig. Als nächstes zeigte sie ihm ein weiteres Kleid, diesmal aber schulterfrei und kurz. Hell mit einem dunklen Blumenmuster. Auch hier schüttelte ihr Freund den Kopf, denn das Kleid stand ihr nicht.

Bereits hier merkte ich der jungen Frau an, dass sie sich unwohl fühlte und keinen Spaß mehr am Shoppen empfand. Das dritte Teil war ein T-Shirt mit schmalen Trägern aus sehr dünnem Stoff, ebenfalls in hell und einem schlaksigen Schnitt. Die Frau wirkte unsicher, als sie in den Spiegel schaute und ihr Freund diesmal nicht sofort etwas sagte. Man sah ihr an, dass sie nicht zufrieden und langsam sogar gefrustet war. Es war nicht ihr Tag und die positive Erfahrung beim Blick in den Spiegel blieb aus.

Nun erschien es mir so, als wollte sie einfach nur fertig werden. Sie wechselte schnell die anderen Klamotten und beriet sich am Ende kurz mit ihrem Freund über ihre Entscheidung. Dabei wirkte sie immer noch unzufrieden. Es sah aus, als ob sie sich mit ihrer Wahl arrangieren würde und den Laden einfach mit irgendwas verlassen wollte. Hauptsache verlassen und Hauptsache etwas mitnehmen und das Thema Kleidung und Shoppen abhaken. An die Kasse nahm sie zwei T-Shirts mit, die erstaunliche Ähnlichkeit zu dem hatten, was sie bereits trug.

Warum das Shoppen für viele Frauen schief läuft

Jenny: rechts vorher

Was vermutest du, warum war diese junge Frau so gefrustet, als sie den Laden verließ?

Sie verhielt sich so, wie sich viele von uns Frauen beim Shoppen verhalten:

Sie ging in ein Geschäft und suchte sich ungefähr die Teile aus, die sie bereits irgendwann an sich gesehen hatte oder die vielleicht bereits in ihrem Kleiderschrank lagen. Ähnliche Farbe, ähnlicher Schnitt, ähnlicher Stoff. Die T-Shirts, die sie sich am Ende kaufte, unterschieden sich kaum von dem, das sie bereits trug.

Sie probierte auch etwas Neues aus und suchte sich moderne Kleider aus. Doch auch hier ging sie auf Nummer sicher und wählte Farben oder Muster, die sie bereits kannte. Denn bei diesen neuen Kleidungsstücken fühlte sie sich eher unsicher.

Sie suchte etwas Neues, aber auch etwas „Bekanntes“, um sich darin wohl zu fühlen. Sie ging auf Nummer sicher. Und am Ende entschied sie sich, um sich einfach zu entscheiden.

Kommt dir in dieser ganzen Geschichte irgendwas bekannt vor?

Wie es dazu kam, dass ich die junge Frau beobachtete

Vergangenes Wochenende durfte ich (Tatjana) meinen ersten Coachee für zwei Coaching-Tage in Berlin begleiten und natürlich auch coachen. Es war die liebe Jenny, die sich auf das Wochenend-Experiment mit mir einließ. Jenny begleite ich seit einiger Zeit als Coach und Mentorin. Wir arbeiten an ihren persönlichen Themen, darunter natürlich an ihrem Selbstwert als Frau. Eventuell hast du bereits ihre Transformation aus Essstörung, Zwangsstörung und aus Minderwertigkeitsgefühlen hin zu einer selbstbewussten Frau mitverfolgt. In der Artikelreihe Werde ich jemals gut genug sein?“, Wie ich mich selbst zu lieben begann – #1 und Wie ich mich selbst zu lieben begann – #2 berichtet Jenny dir persönlich von ihrem Weg.

Unser Treffen diente einem intensiven und persönlichen Coaching vor Ort. Jennys Wunsch an das Wochenende :

„Ich will noch selbstbewusster werden, ich will mein Selbstvertrauen stärken und ich will nicht mehr die alte graue Maus sein. Ich will mich in meinem Körper wohler fühlen und meine innere Veränderung auch im außen durch meinen Kleidungsstil zeigen.“

Wichtige Punkte des Coachings waren also Körperbewusstsein, Körperbild, Weiblichkeit und Selbstbewusstsein im Innen und im Außen. Eine umfassende Styling-Beratung war auch dabei und so machten wir zu zweit die Läden unsicher und kreierten für Jenny einen Look, der zu ihrem Inneren und zu Ihrem Äußeren passt.

Jenny: links vorher

Es steckt viel Aschenputtel in einer Frau, wenn es ums Shoppen geht

Auch Jenny bei ihrem Shopping-Verhalten zu beobachten war köstlich.

Als wir das erste Geschäft betraten, trennten wir uns, um für sie Kleidung rauszusuchen. Vom weiten sah ich ihr zu. Zaghaft ging sie an den Kleiderständern vorbei und schaute sich die Kleidung an. Skeptisch und unsicher wirkte sie, ja sogar beinahe ängstlich.

Ca. 30 Minuten später trafen wir uns: Jenny hatte drei Teile in der Hand und fragte mich unsicher, ob zwei davon ihr denn überhaupt stehen könnten. Ich hatte in der Zwischenzeit ihre Umkleide mit ca. 20 Teilen ausgestattet.

Gemeinsam suchten wir uns 6 weitere Kleidungsstücke aus – Kleider und Oberteile. Dabei präsentierte ich ihr die Kleidungsstücke und sie sagte mir ihren Eindruck und ihre Meinung. Oft war sie skeptisch und unsicher. Zusammen marschierten wir zur Umkleide und Jenny probierte die Auswahl an.

An diesem Tag hörte ich sie oft sagen:

„Das kann mir doch überhaupt nicht stehen.“

„Ich weiß ja nicht, ob ich der Typ dafür bin.“

„Meinst du die Farbe steht mir überhaupt?“

„Das ist doch viel zu auffällig.“

„Das hätte ich mir nie von alleine ausgesucht.“

„Bin das wirklich ich im Spiegel?“

Jenny: in der Mitte vorher

Jenny war wie viele andere Frauen auch ein Aschenputtel, wenn’s ums Shoppen geht

Sie fühlte sich von Anfang an unwohl in ihrer Haut und war der Überzeugung Problemzonen verstecken zu müssen. Sie unterschätzte sich selbst, empfand sich nicht als hübsch und glaubte bei den meisten Kleidungsstücken in den Geschäften, dass sie nicht reinpasste. Außerdem ging sie mit der Einstellung an die Sache heran, dass sie sowieso nichts Tolles finden würde, denn ihre bisherigen Erfahrungen mit Shoppen waren negativ. Zu oft verließ sie in der Vergangenheit gefrustet das Geschäft, ärgerte sich über sich selbst, über die Verkäuferinnen oder ihre Begleitung. Zu oft hatte sie das Gefühl gehabt ihre Freundinnen seien nicht ehrlich zu ihr und ihr Mann könnte ihr nicht helfen.

Shoppen zu zelebrieren, Spaß dabei zu haben, sich selbst dabei kennen zu lernen und sich sogar in das eigene Spiegelbild zu verlieben? Das war für sie fremd. Und so geht es leider ganz vielen Frauen. Wir Frauen unterschätzen uns oft in unserem Aussehen, in unserer Präsenz und Ausstrahlung. Wir fokussieren uns auf das Negative und fühlen uns unsicher. Unser Körperbild wird durchflutet von Bewertungen und so halten wir uns selbst klein.

Shoppen gehen wird funktional. Der Blick in den Spiegel wird zum Frustfaktor und das innere Gefühl der Unsicherheit in der eigenen Haut bleibt erhalten. Man fühlt sich als graues Mäuschen und kauft sich am Ende das, was man bereits an sich kennt und womit man sich arrangiert hat.

Wie Jenny sich traute den Glasschuh anzuziehen und sich in eine strahlende Frau verwandelte

Jennys Unsicherheiten und Ängste dominierten ihre Ausstrahlung und ihren Stil. Es fiel ihr in der ersten Phase schwer sich zu öffnen, denn im Spiegel sah sie einfach die kleine graue Maus, der nichts passte. Ja, man könnte sagen, sie war eine harte Nuss, die aber geknackt werden wollte, um endlich frei zu sein.

Am Ende des Tages gelang es uns und diese zentralen Fragen halfen ihr dabei:

Wie willst du als Persönlichkeit sein und wie willst du als Frau wirken? Was willst du ausstrahlen? Welche Aufgabe soll deine Kleidung für dich erfüllen? Wie kann deine Kleidung deine Ausstrahlung unterstützen?

„Ich will fraulich aussehen, aber auch frech, modern und jung. Ich will Lebensfreude ausstrahlen und selbstbewusst auftreten. Ich will strahlen und meine Kleidung soll mich zum Strahlen bringen. Ich will weibliche Kleidung, aber auch welche, die ich zur Arbeit tragen kann.“

Klarer Auftrag!

Es war mir eine riesige Freude mitzuerleben, wie sie sich immer mehr aus ihrem Schneckenhäuschen traute und mutiger wurde.

Jenny: in der Mitte vorher

Fotoshooting als wichtiges Element bei einem Umstyling

Jenny und ich haben 6 Stunden mit Shoppen & Stilberatung verbracht. Für sie war es früher ein Ding der Unmöglichkeit länger als zwei Stunden mit dieser „Aufgabe“ zu verbringen. Dass sie so viel Spaß haben könnte und so experimentierfreudig sein würde, hat sie sich anfangs nicht vorstellen können.

Am nächsten Tag trafen wir uns zum Fotoshooting. Ein wichtiger Abschluss für so eine persönliche Wandlung. Denn Jenny sah sich noch mit altem Blick: „Ich bin nicht hübsch. Ich bin nichts Besonderes.“ Sie erkannte sich im Spiegel nach ihrer Wandlung noch nicht wieder und konnte nicht realisieren, wie unglaublich toll sie aussah. Wie sie strahlte und wie ihre feminine und freche Art nun selbstbewusst zum Leben erweckt wurde.

Bei dem Fotoshooting öffnete sie sich vollkommen! Nun, nachdem die Fotos fertig waren und sie sich diese ansah, sagte sie strahlend und voller Freude: „Wow, bin das wirklich ich? Das hätte ich nie geglaubt, dass ich so toll aussehen kann! Ich hätte nie gedacht, dass ich das anziehen kann!“

Man merkt, Jenny ist dabei sich selbst ganz neu zu entdecken. Sie ist nicht mehr die kleine Frau, die in keine Größe passt und eine doofe Figur hat. Sie ist nun eine Frau, die strahlt, präsent ist und andere mit ihrem Wesen begeistert!

Die Vorher-Nachher-Fotos schmücken übrigens diesen Artikel!

Jenny: rechts vorher

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Sehr interessanter Artikel, in dem ich mich wiedererkannt habe…. Meistens geht es mir auch so, dass ich genervt und frustriert bin und überhaupt kein Auge für Kleidung habe. Ich fahre deswegen gerne die “Anti”-Schiene und habe gemerkt, dass ich mich aus meinem inneren Protest heraus eher schlecht kleide, weil ich einfach keinen richtigen Bezug oder kein Selbstbewusstsein bei dem Thema habe. Ich erlebe das auch bei vielen meiner Freundinnen, die sich einfach unwohl in ihrem Körper fühlen und so wenig Selbstbewusstsein haben, dass sie richtig Probleme mit dem Thema Anziehsachen haben.
    Vielen Dank für diesen Beitrag!

    Antworten
  • […] So ging es auch meinem Coachee Jenny, die ich für ein Wochenende begleiten und mit ihr ein Umstyling machen durfte. Ihre Wandlung vom grauen Mäuschen mit „Modesünden“ zur strahlenden jungen Frau findest du in „Wenn Aschenputtel shoppen geht“. […]

    Antworten

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