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Werde ich jemals gut genug sein?

“Werde ich jemals gut genug sein?”

Dieser Frage stellt sich Jenny auf ihrer persönlichen Reise zu sich selbst.

Der Reise in eine bessere Beziehung zu sich selbst und die Reise in ein neues Leben und eine glücklichere Zukunft. Eine Reise weg von Zwängen und Essstörung. Eine Reise zu mehr Selbstwert, Selbstliebe und Selbstakzeptanz!

In Ihrem Gastbeitrag erzählt Jenny uns ihre persönliche Geschichte. Die Geschichte von einer schweren Kindheit, einer zerreißenden Jugend, von Krankheiten und Tiefpunkten.

Doch so bitter ihre Geschichte auch ist, so hart erkämpft sie sich nun ein selbstbestimmtes, authentisches Leben.

Jenny hat sich aufgemacht auf die wundervolle Reise zu sich selbst. Ihre Geschichte berührt mich tief und ich habe sehr viel Respekt und Achtung vor ihr und ihrem Weg. Ich bin selten einer so starken Frau begegnet, eine wahre Kämpferin mit einem warmen Herzen voller Liebe! Aber lest selbst…

Werde ich jemals gut genug sein?

Diese Frage habe ich mir schon so oft in meinem Leben gestellt. Vielleicht habt ihr schon mal von dem gleichnamigen Buch: <<Will I ever be good enough? >> von Karyl McBride gehört? Ein bewegendes Buch für Töchter, die unter dem schädlichen Einfluss ihrer egoistischen und egozentrischen = narzisstischen Mutter gelitten haben und welche Auswirkungen das emotional, psychisch und körperlich auf ihre Töchter hat.

Eine schwierige Frage, die ich mir da stelle und auf die ich bis jetzt noch nicht so eine sichere Antwort gefunden habe. Ich sage bewusst „noch nicht“. Denn ich habe mich gerade auf eine schwierige und anstrengende Reise begeben, eine Reise, die mich in ein neues Terrain führen soll, welches ich so noch nie zu vor betreten habe. Ein Terrain, in dem viel Neues, vor allem viel neues Positives auf mich wartet, was ich, woran ich mich, wenn ich zurückdenke, gar nicht mehr erinnern kann oder erinnern möchte. Vor dem ich, aus welchen Gründen auch immer, die Augen verschlossen habe. Ich weiß nicht, wohin diese Reise gehen wird und ob sie je enden wird, aber mit großer Vorfreude, auf das was da kommen mag, aber auch mit Angst, werde ich mich dieser Reise stellen.

Okay, ich habe gerade ein bisschen geflunkert, vielleicht habe ich schon mit einer Fußspitze versucht mich dem Neuland anzunähern. „Nie“ stimmt also nicht ganz ;). Ihr müsst wissen, als Kind mochte ich es nicht mit meinen nackten Füßen den Rasen zu betreten. Ich habe immer sofort angefangen zu schreien und zu heulen. Schon damals war ich immer sehr vorsichtig und habe es erst spät gewagt, den ganzen Fuß auf das unbekannte Grün aufzusetzen.

Ich stelle mir heute verstärkt die Frage nach dem Warum?

Diese Frage habt ihr euch sicher auch schon alle oft gestellt. Denn wir Menschen möchten uns gerne in Sicherheit wiegen und dafür möchten wir oftmals einfach verstehen. So auch ich! Ein ganz normales, menschliches Bedürfnis!

Vielleicht ist es die Angst vor Neuem? Ja, die kann einem schon Angst bereiten. Die meisten Kinder wollen die Welt entdecken, tapsen mit ihren kleinen Füßchen unbefangen in die Welt hinaus und gehen auf eine spannende Entdeckungsreise. Klar habe auch ich die Welt entdeckt, in meinem Tempo halt, aber seit ich denken kann, war alles mit Angst verbunden, als sei sie mir schon in die Wiege gelegt worden.

Ja Angst ist ein großes Thema von mir.

Vor was habe ich denn nicht Angst?

Ich glaube das kann ich an einer Hand abzählen, ganz im Gegensatz zu den vorhandenen Ängsten.

Ja als Kind war ich ein echter Angsthase. Inzwischen habe ich mich schon etwas gebessert, aber Neues mag ich trotzdem nicht gerne entdecken. Es könnte ja weh tun, unangenehm werden… Da ist der groooooße Punkt der Unsicherheit. Was wird da kommen? Aber es ist ganz schön feige, wenn man sich nicht auch mal neuen Erfahrungen, dem Unbekannten stellt, oder? Zu merken, es geht auch anders, als das was bisher gelaufen ist? Und in meinem Leben ist ziemlich viel, ziemlich scheiße, gelaufen. Darüber könnte ich euch wahrscheinlich mehrere Bücher schreiben. Tu ich natürlich nicht!

Einen kleinen Einblick möchte ich euch dennoch gewähren und dann versteht ihr vielleicht auch die Frage, die ich mir häufig gestellt habe und immer noch stelle:

Werde ich jemals gut genug sein?

Ein Ausschnitt aus meiner Vergangenheit

In meiner frühen Vergangenheit habe ich soweit ich denken kann nur negative Erfahrungen gesammelt. Von meiner Schwester war ich nicht willkommen geheißen, da fängt das Drama schon an. Es herrschte durchweg Konkurrenzkampf. Dabei wollte ich ihr nichts Böses, nur lieb gehabt werden.

Als Baby konnte ich nur ganz wenig hören und wurde daher mit 2 Jahren operiert. Während der OP muss  irgendwas schief gelaufen sein. Vielleicht war ich aufgewacht? Auf jeden Fall hing ich danach wohl über Wochen oder Monate ängstlich an Mamas Rockzipfel. Im Kindergarten fühlte ich mich sehr unwohl, wollte am liebsten gar nicht dahin. Ich hatte Angst vor dunkelhaarigen erwachsenen Frauen und viele Freunde hatte ich auch nicht. Ich habe mich nie irgendwas getraut.

In der Grundschule konnte ich mich nur selten in Gruppen integrieren, da war die große Angst Fehler zu machen. Gruppenarbeiten waren daher die Hölle. Und in der 4. wurde ich von einem älteren Mädchen aus meiner Klasse verfolgt, die sich zuvor noch beste Freundin nannte. Sie hat sich mit anderen zusammen getan und mich geschlagen. Sie verfolgte mich nach Hause, zur Mal- und Musikschule.

Ich hatte Angst und fragte mich: „Was stimmt nicht mit mir?“

Auf der Realschule war ich von der 5. – zur 10. Klasse Mobbingopfer Nr.1. Zunächst war ich zu schlau, dann zu wenig weit entwickelt, trug die falschen Klamotten, konnte mich nicht wehren, wurde ausgetrickst, teilweise körperlich angegangen und das klassenübergreifend. Ich fühlte mich den Tieren zum Fraß vorgeworfen und war für alle nur die Marionette. Wie soll sich da ein gesundes Selbstwertgefühl aufbauen?

Auf der Straße wurde ich von halbstarken möchtegern Erwachsenen angegangen und ich mir auch da immer die Frage stellte: Hab ich irgendwas auf der Stirn stehen? Sieht man mir meine Unsicherheit so doll an? Kann man mich nicht einfach in Ruhe lassen? Egal in was für Gruppen ich mich begab, das Lästern war vorprogrammiert, worauf ich bis heute extrem sensibel reagiere. Und als wäre das nicht schon genug…

Hmm, welchen wichtigen Lebensbereich für ein Kind habe ich denn jetzt noch vergessen?
Richtig! Das Zuhause, der Schutzraum, der sichere Hafen, der Ort an dem man willkommen ist, an dem man geliebt wird und so sein kann wie man ist. So sollte es eigentlich sein. Wenn ich aber daran denke, wie es gewesen ist, werde ich sehr sehr traurig, wütend und ich fühle mich noch heute irgendwie hilflos.

Bis ich etwa 16 Jahre alt war dachte ich nie darüber nach, dass etwas nicht stimmen könnte, aber je älter ich wurde und als ich anfing meinen eigenen Kopf zu entdecken wurde mir vieles klar, was nicht läuft bzw. anders läuft, als in anderen Familien. Dass ich eigentlich nie die Aufmerksamkeit, Liebe, Wertschätzung, Anerkennung, Wärme bekommen habe, die ich eigentlich gebraucht hätte bzw. nur dann bekam, wenn es einen negativen Auslöser gab wie z.B. das Mobbing und/oder ich genau das getan habe, was meine Mama von mir verlangt hat. Ich trug die Klamotten, die sie mir aussuchte, die Frisur, die sie wollte, war bis 16 Jahre immer das liebe brave Mädchen, was sie auch allen anderen erzählte. Bis ich es selbst glaubte.

Als ich meinen eigenen Willen entdeckte

Als ich dann meinen eigenen Verstand und meinen eigenen Willen entdeckte, erschrak ich. Summa summarum durfte ich also auch zu Hause nicht so sein, wie ich wirklich war. Ich wurde nicht für das anerkannt, was ich bin. Alles wurde nur mit irgendeiner Art von Leistung in Verbindung gebracht, der ich nie genügt habe.

Oh doch, gute Schulnoten, das war gut und wie gesagt mein lieb sein. Ansonsten, je älter ich wurde und egal was ich tat, ich habe Kritik erfahren. Und ich habe wirklich viel geleistet. So eben wie es in meinen Möglichkeiten stand. Und dann zu hören: „ Du bist faul!“ und das Gefühl vermittelt zu bekommen: „Du kannst nichts, du bist nichts, du bist nicht gut genug.“ Und auch einfach nicht ernst genommen zu werden. Wollte ich einmal ihre Aufmerksamkeit, zog sie sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Egal in welchem Lebensbereich.

Ich stellte ich mir immer wieder die gleichen Fragen: Was ist mit mir nicht richtig? Warum bin ich immer die Zielscheibe für alle? Warum werde ich nicht einfach so genommen wie ich bin? Werde ich überhaupt jemals gut genug in meinem Leben sein? Kann ich was? Bin ich was?

Heute weiß ich, dass ich es mit meiner Mutter mit einer narzisstischen Mutter zu tun habe

Dieses Wissen macht es mir leichter zu verstehen. Was alle anderen Menschen betrifft, die mir in der Vergangenheit begegnet sind: Ich bin davon überzeugt, dass sie selbst ein großes Problem mit sich haben und um von sich abzulenken und nicht näher hinschauen zu müssen, wählten sie mich! Vielleicht haben sie mich eigentlich bewundert? Schöne Vorstellung.

All das zog eine große Leidensgeschichte mit sich, in der sich ein großer Perfektionismus, verschiedene Zwänge und eine Depression manifestierte.

Lange quälte ich mich mit der Bearbeitung meiner Probleme, kam immer wieder und über viele Jahre in die gleichen Teufelsspiralen, wollte mich zuletzt am Boden und kaputt sehen und habe nur noch gedacht: „Du hast es eh nicht verdient.“ „Dann gehst du halt daran kaputt.“ „Die Welt und meine Lieben wären ohne mich sowieso besser dran.“ Bis zu dem einen Tag, an dem ich wieder in besagter Teufelsspirale hing und ich die Tage zuvor schon dachte, so kann es jetzt eigentlich nicht mehr weiter gehen.

Du willst dich doch eigentlich gar nicht kaputt machen, tief in dir drin, möchtest du, dass es dir gut geht. Doch wie soll ich mich alleine befreien? Aus diesem Gefängnis? So kam es mir wirklich vor. Entweder konnte oder wollte ich nicht die Verantwortung für mein Leben übernehmen und die Entscheidung treffen, dass es auch besser sein darf.

So bekam ich nicht nur einmal einen riesen großen Arschtritt von einer lieben Freundin verpasst. Eine Freundin, die ein Vorbild für mich ist und auf die ich wirklich hinauf schaue. Ich bin so dankbar, dass ich sie kennenlernen durfte. Jetzt bin ich aber vom Thema abgekommen, musste ich aber mal eben loswerden ;). Auf jeden Fall öffnete sie mir die Augen.

Und nun sah ich was ich wirklich wollte!!!!

Werde ich jemals gut genug sein? Dieser Frage stellt sich Jenny auf Ihrer Reise zu sich selbst und nimmt dich mit auf ihren Weg!

Wie konnte ich vorher nur so blind sein oder gar feige?!

Mir war urplötzlich klar (okay, eigentlich ja vorher schon): Ich will was ändern. Ich muss was ändern! Und das ein für alle Mal.

Einmal noch und nie wieder möchte ich mich durch diese Krankheitswüste kämpfen.

Diesmal soll es in die richtige Richtung gehen! Richtung Positiv!!!

Ich möchte herausfinden wer ich bin.

Und so begebe ich mich dieses Mal auf die Suche nach mir selbst.

Wo ich vorher immer GEGEN etwas gekämpft habe sprich die Zwänge, Essstörung, Depression etc., kämpfe ich nun erstmals FÜR etwas.

Für meine Wünsche, meine Ziele, meine Zukunft aber das Entscheidendste: FÜR MICH!

Nie zuvor habe ich wirklich etwas für mich getan. Nur so halb ja, aber nie so ganz. Hauptsächlich nur für andere. Aber jetzt bin ich dran. Ich möchte mich selbst lieben lernen, wissen wer ich bin und wo ich hin möchte.

Ich möchte mich wertschätzen lernen, meine Gefühle annehmen und lieben lernen, meine Stärken und Schwächen sehen und akzeptieren lernen.

Was sind überhaupt meine Stärken? Was ist mir wichtig im Leben? Wie sehe ich meine Zukunft? Was sind meine Werte? Ich möchte mir vertrauen lernen. Lange genug habe ich mich von meinen Ängsten treiben lassen, die so mächtig waren und noch immer sind, dass sie mich täglich innerlich zerreißen, mir die Luft zum Atmen nehmen. Der innere Kritiker, der mein kleines inneres Mädchen zur Verzweiflung bringt, immer wieder an ihre Grenzen führt und ängstigt.

Doch was ist denn nun mit der Frage: „Werde ich jemals gut genug sein?“

Ich kann diese Frage nicht mit 100%iger Sicherheit beantworten.

In meiner Vergangenheit, ich als kleine Jenny, die Jenny als Teenager und Jugendliche, die wird nicht mehr gut genug sein. Das war die Zeit, in der noch andere über ihr Leben bestimmt haben. In der Familie und Mitschüler die Kontrolle über sie hatten, sie abhängig war von den Meinungen anderer Leute. Denen ich nie genügt habe.

Heute, in der Gegenwart und in der Zukunft, ICH als Erwachsene, da bin ich fast sicher, dass ich gut genug sein werde, denn ich bin so gut wie ich mich selbst für gut halte und das ist das allerwichtigste.

Nicht mehr abhängig sein, von den Meinungen anderer Leute, sondern voller Überzeugung zu mir stehen. Hört sich gut an, nicht wahr?

Denke ich denn, dass ich gut genug bin? Es könnte so einfach sein, wenn da nicht das (noch) sehr geschwächte Selbstwertgefühl wäre und die vielen Facetten die damit verbunden sind.

Das ist die spannende Reise auf die ich mich begeben habe. Eine Reise ins Ungewisse, eine Reise, aus der ich gestärkt herausgehen möchte.

Eine Reise, in der ich mich selbst lieben und annehmen lernen möchte.

Mit allen Ecken und Kanten! Mit all meinen Schwächen und auch Fehlern! Aber wer hat die nicht? Ein Mensch, an dem alles perfekt ist, ist doch langweilig. Außerdem hätte man nichts, an dem man noch arbeiten und über sich hinaus wachsen könnte. UND ich habe letztens einen tollen Spruch gelesen: Einzigartig ist viel besser als perfekt! Und das stimmt!

Ich habe den starken Willen, den Weg zu mir selbst zu finden.

Ob es klappt?

Das wird die Zeit zeigen.

Und was ich dafür brauche?

Eine groooooße Menge Geduld.

Und ich sag euch, das ist gewiss nicht meine Stärke. Fragt meine lieben Mitmenschen ;).

 

Was möchte ich Euch mit auf den Weg geben?

Stellt ihr euch auch manchmal die Frage, ob ihr je gut genug sein werdet?

Eins weiß ich ganz gewiss. Ich kenne euch nicht, aber davon bin ich überzeugt:
AUCH IHR SEID TOLL SO WIE IHR SEID!!!!

Verändert und verbiegt euch nicht für andere. Seid ihr selbst. Lernt euch lieben, nehmt euch so an wie ihr seid.

Vielleicht wollt ihr euch auch auf eine spannende Entdeckungsreise zu eurem Selbst begeben? Oder habt es schon getan?

Mein Weg ist noch lange nicht beendet, aber mein Ziel hab ich klar vor Augen: ein freies, glückliches, ehrliches, selbstbestimmtes Leben. Und ich weiß, dass ich es irgendwann haben kann. Daran glaube ich ganz fest!

 

Ich grüße euch herzlich,

Jenny


Jennys Geschichte ist an dieser Stelle noch nicht zu Ende. Denn Ihre Entdeckungsreise dauert noch an und sie will dich einladen ihre persönliche Geschichte mitzuerleben.

Im Folgeartikel “Wie ich mich selbst zu lieben Begann – Meine Reise #1“nimmt sie dich mit und berichtet dir von wichtigen Auslösern, gut gemeinten Arschtritten und den ersten Schritte in ein besseres Leben!


Fotos:

private Fotos von Jenny

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