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Wie überwindest du Selbstzweifel und Selbstvorwürfe in nur 4 Schritten

Wie du dich mit 4 Schritten aus Selbstzweifeln und Selbstvorwürfen befreien kannst!

Kennst du diese inneren Fragen in dir, die von Zeit zu Zeit auftauchen und manchmal ganz schön laut sein können? Und machst du dir vielleicht auch immer wieder Vorwürfe, weil du bist, wie du bist? Mal zu ungeduldig, dann zu forsch, zu laut, zu impulsiv? Oder auch zu ruhig, zu angepasst, zu introvertiert? Wenn dir das irgendwie bekannt vorkommt, und du vier Schritte kennenlernen möchtest, wie du Selbstzweifel und Selbstvorwürfe loswerden kannst, bist du hier in diesem Artikel genau richtig.

Also, erstmal – DU bist eine Person, die manchmal an sich zweifelt, genau wie jede andere auch. Es ist nichts Ungewöhnliches daran, sich selbst oder bestimmte Verhaltensweisen in Frage zu stellen, sich auch mal schuldig zu fühlen für etwas, das man selbst nicht gut heißt. Nimm diese Tatsache an, dass es in Ordnung ist. Selbstzweifel und Selbstvorwürfe sind weit verbreitet! Du bist nicht allein damit!

Das Schöne ist, sobald es dir auffällt, sobald dir deine Gefühle bewusst werden, bist du nicht mehr einem unkontrollierbarem Programm ausgeliefert, sondern kannst Schritt für Schritt auf deine Gefühle Einfluss nehmen und sie verändern.

Selbstzweifel – die 4 Schritte zur Veränderung

1 Bewusstwerden

Mach dir also im ersten Schritt bewusst, was du denkst.

Welche Fragen und Gedanken laufen in dir ab, die dich schlussendlich in eine unangenehme Gefühlsspirale bringen.

Es kann sein, dass du dich fragst …

  • Bin ich ein guter Mensch?
  • Warum raste ich bloß so schnell aus und reagiere so, wie jetzt?
  • Ist das normal, dass ich gerade so ein großes Bedürfnis nach einer Auszeit, nach Abstand, nach Ruhe habe?

Oder du fühlst dich schuldig, weil …

  • Du am liebsten alles liegen und stehen lassen würdest und einfach nur abhauen willst?
  • Du nicht so liebevoll und kreativ im gemeinsamen Spielen mit deinen Kindern bist, wie deine Freundin, die stundenlang mit ihren Kindern am Boden herumkugelt?
  • Du das Gefühl hast, du solltest „anders“ sein?

Halte bewusst inne und nimm einfach wahr, was da gerade in dir ist. Welcher Anteil sich in dir meldet – die Angst, die Sorge, die Wut, die Überforderung – was auch immer. Werde dir diesem Anteil bewusst, nimm ihn liebevoll wahr. All das, was jetzt da ist, darf sein! Du heißt sozusagen diese Inhalte in dir auf´s Erste einmal willkommen und läufst nicht davor weg. Du bewertest sie nicht oder verurteilst dich nicht.

Wahrnehmen und Bewusstwerden über deine Selbstzweifel ist jetzt angesagt!

2 Verstehen

Im zweiten Schritt geht es darum, dass du dein Verhalten verstehen kannst.

Du brauchst für dich eine Erklärung und ein Verständnis, warum du so handelst, wie du handelst. Warum du genau das sagst, was du eben sagst.

In der Innenschau also fragst du dich: Wenn ich jetzt tiefes Verständnis für mich selbst aufbringe, dann frage ich mich ganz liebevolle und ehrlich: „Warum handle ich so? Was liegt dahinter? Welche Gefühle sind da in mir?“

Alles, was an Antworten kommt, nimmst du liebevoll auf. Du bewertest nicht, sondern nimmst auch in diesem Schritt einfach wahr, als würdest du deiner inneren Stimme lauschen.

Wenn du magst, kannst du das auch schriftlich machen und deine Antworten notieren. Dann ist die Veränderung deiner Selbstvorwürfe und Selbstzweifel noch kraftvoller.

3 Loslassen

Der dritte Schritt beschreibt das Loslassen deiner momentanen Gefühle.

Gefühle sind da, um sie bewusst wahrzunehmen. Gib deinem momentanen Gefühl Raum und lasse los.

Lass die Erwartung an dich los, es besser machen zu müssen!

Lass die Bewertung los, in diesem Moment, in dieser Situation ein „schlechter“ Mensch zu sein.

Lass einfach los und erkenne das Programm, das gerade abläuft – aus dem du „scheinbar“ nicht rauskommst.

In dem Moment, wo du dich in die Vogelperspektive begibst und dir selbst zusiehst, hast du Einfluss auf die Situation und deine Selbstzweifel. Du steckst nicht mehr mitten drin in deinen aufwühlenden Emotionen, sondern kannst bewusst handeln, entscheiden und verändern.

4 Neuausrichten

Im vierten Schritt dem Neuausrichten geht es darum, einen Ausweg aus der Situation zu finden. Auswege stellen immer Musterunterbrechungen dar. Das Ziel ist etwas anderes zu denken, zu fühlen und zu tun, als bisher, wenn du voller Selbstzweifel warst.

Wenn du in Bezug auf ein bestimmtes Verhalten, eine bestimmte Situation, etwas anderes erreichen willst, musst du etwas neues Denken und Tun.

Auswege kreierst du, indem du dir folgende Fragen stellst:

  • Was brauche ich jetzt in diesem Moment, um ruhiger zu werden, um gelassen zu werden?
  • Was kann ich tun, damit ich wieder bewusst AGIERE und nicht aus der Ohnmacht heraus reagiere?
  • Wie gelange ich wieder in meine Mitte?
  • Wie würde ich beim nächsten Mal am liebsten reagieren?

Mal dir deine „Lieblings-Reaktion“ so gut als möglich aus! Was denkst du dann? Was sagst du dann? Wie verhältst du dich?

Auch diese Fragen beantwortest du für dich am besten schriftlich! Mach dir ein intensives Bild davon, wie du in deiner Ideal-Version reagieren, dich verhalten würdest!

Du fragst dich jetzt vielleicht: “Aber wie sieht das dann im Alltag aus?”

Angenommen die folgende Situation wiederholt sich immer und immer wieder.

Du bist beim Hausaufgabenmachen mit deinem Kind. Dein Kind hat Herausforderung damit sich zu konzentrieren, bei der Sache zu bleiben und zu verstehen, was zu tun ist. Du wirst ungeduldig, weil dein Kind nicht so macht, wie du das gerne hättest. Du schreist dein Kind an, es werde es nie verstehen. Warum es so begriffsstutzig wäre. So würde das nie etwas werden! Dein Kind ist tränenaufgelöst und du erwachst ganz fassungslos.

Du fühlst dich schuldig. Dein schlechtes Gewissen und deine Selbstzweifel melden sich. Die oben genannte Stimmen werden in dir laut: „Was bin ich für eine Mama? Wie ungerecht bin ich doch? Hat mein Kind das verdient, dass es so entwertet wird von mir?“

So – und jetzt machst du hier erstmal HALT.

Du hältst jetzt inne, bevor du diesen bewertenden, selbstzweifelnden Stimmen noch weiter Aufmerksamkeit schenkst und steigst aus dem Muster aus. Du nimmst einen Abstand zur momentanen Situation ein, begibst dich sozusagen auf einen höheren Punkt und betrachtest aus der Vogelperspektive.

Das machst du ganz konkret, indem du in dich hinein fühlst und innerlich sprichst:

Ah, da ist jetzt ganz schön viel Schuld in mir. Wofür fühle ich mich denn schuldig im Moment?

Dafür, weil ich mein Kind angeschrien habe, es erniedrigt habe.

Und was ist da noch? Welche Gefühle sind da noch in mir?

Da wird auch noch große Angst spürbar. Ich habe Angst um mein Kind. Ich habe Angst, dass es die schulische Herausforderung nicht schafft, nicht mitkommt, die Probleme immer mehr werden usw. Ok, und weil ich Angst um mein Kind habe, fühle ich mich hilflos. Und diese Hilflosigkeit in mir, löst eine Reaktion aus, in der ich mein Kind anschreie.

Okay und weil ich mich hilflos dieser Situation gegenüber fühle, reagiere ich nicht aus meiner Gelassenheit und Ruhe heraus, sondern schreie, schimpfe, drohe usw.

Dafür übernehme ich die Verantwortung. Ich verurteile mich nicht – ich verändere es!!

Was ist angebracht? Was muss ich denken oder tun, damit ich viel ruhiger und liebevoller reagieren kann? Und was brauche ich als Mama, dass ich die beste Unterstützung und Hilfe für mein Kind bin?

Ich muss mich sicher fühlen, ich möchte viel ruhiger mit dieser Situation umgehen! Ich will meinem Kind vermitteln „Du schaffst das! Du kannst das! Ich glaube an dich!“ Und ich male mir aus, wie es sein wird, mit viel mehr Stärke und Ruhe in die nächste Hausaufgabensituation zu gehen.

  • Ich nehme Druck raus, bin gelassener und ruhiger
  • bekräftige mein Kind, bringe Entspannung und Freude hinein,
  • halte Pausen ein,
  • ich lobe mein Kind
  • wir feiern kleine Erfolge gemeinsam

Es geht immer darum ein Bild aufzubauen, so wie du sein willst. Das bedeutet manchmal zu deiner unverwechselbaren Persönlichkeit zurückzukehren.

Wie möchtest du im Idealfall als Mama reagieren? Wie möchtest du sein, ohne Selbstzweifel? Was willst du deinem Kind vermitteln? Was wirst du ihm sagen? Je konkreter und detaillierter du dieses Bild für dich klar hast, desto besser! Und desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass du im realen Ablauf dann, auf dieses Bild zurückgreifen kannst und genau diese Mama sein kannst, die du für dein Kind sein willst!

Daher – lass deine Beurteilungen, Selbstzweifel und Vorwürfe los, indem du dich fragst: „ Wie will ich sein? Was tue ich stattdessen?“

Lass dir sagen: Du bist niemals perfekt! Also sei eine unperfekte Person, die zu sich selbst steht und sich liebt! So bist du das größte Geschenk für dich und alle anderen!!


Quälst du dich manchmal durch Selbstzweifel und Selbstvorwürfe?

Dann hoffe ich, dass du dir diesen Artikel zu Herzen genommen hast. Ich wünsche dir, dass du diese wertvollen Tipps umzusetzen versuchst und dir mit liebevoller Geduld bewusst machst, welche Auswirkungen diese Tipps auf deine Selbstzweifel haben werden.

Diesen schönen Beitrag hat die liebe Christine Obermayr geschrieben. Sie ist selbst Mama und daneben eine richtig tolle Business-Frau, die mit Herz, Gefühl und Verstand ihren eigenen Weg geht. Verständnisvoll, einfühlsam, authentisch und stützend. Seit mehr als 12 Jahren ist sie als ganzheitliche Psychologin in eigener Praxis tätig und unterstützt Menschen in Veränderungs-prozessen und ihrem persönlichen Wachstum. Hier kannst du Christianes Arbeit als ganzheitliche Psychologin miterleben und dich mit ihr verbinden: http://www.easy-going.at/

Als Unternehmerin und Coach unterstützt sie Frauen dabei ein authentisches Unternehmensbewusstsein und Marketing zu entwickeln und durch Präsenz und Strahlkraft zu mehr Sichtbarkeit zu gelangen. Das einzigartige Diamond Coaching für Business-Frauen kannst du hier kennenlernen: http://www.diamond-coaching.at/


Bildquelle:

Christine Obermayr

Pixabay

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1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

  • Liebe Christine,

    ich glaube viele Menschen mit einem mangelnden Selbstwertgefühl, aber nicht nur die kennen dieses Problem. Von daher ist es ein sehr wichtiges Thema was du ansprichst und beschreibst. ich selbst komme oft in die selben Verhaltensweisen, immer und immer wieder und habe mich schon oft in frage gestellt und auch wenn ich weiß, dass es nicht angemessen ist, wie ich reagiere, tue ich es doch. Bisher habe ich noch nicht den richtigen Umgang gefunden, aber nach deinem artikel liebe Christine, hab ich eine Art Anleitung bekommen wie ich in Zukunft mit solchen Situationen besser umgehen könnte und werde demnächst diese mit Zettel und Papier mal unter die Lupe nehmen.

    Vielen Dank!

    Herzliche Grüße,

    Jenny

    Antworten

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